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Eine Darstellung der BGH-Rechtsprechung in Strafsachen


 
§ 4 StGB
Geltung für Taten auf deutschen Schiffen und Luftfahrzeugen

Das deutsche Strafrecht gilt, unabhängig vom Recht des Tatorts, für Taten, die auf einem Schiff oder in einem Luftfahrzeug begangen werden, das berechtigt ist, die Bundesflagge oder das Staatszugehörigkeitszeichen der Bundesrepublik Deutschland zu führen.
Strafgesetzbuch, Stand: 10.3.2017



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Form der Territorialhoheit nach dem Flaggenprinzip





Form der Territorialhoheit nach dem Flaggenprinzip

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Offen lassen konnte der Bundesgerichtshof in BGH, Beschl. v. 7.4.2009 - 2 ARs 180/09 2 AR 108/09 - BGHSt 53, 265 - NStZ 2009, 464 die Frage, ob ein Schiff nach dem Flaggenprinzip "schwimmendes Territorium" des Flaggenstaates ist (so RGSt 23, 266, 267: "wandelnde Gebietsteile"; 50, 218, 220; BSG SozR 4460, § 8 Nr. 7; BAGE 26, 242, 252; Jeschek IRuD 1956, 75, 86) oder ob die Flaggenzugehörigkeit weder der Personalhoheit noch der Territorialhoheit eines Staates zuzurechnen ist, sondern eine eigenständige Form der Anknüpfung staatlicher Hoheitsgewalt darstellt, die gleichberechtigt neben den beiden genannten Formen steht (so LG Mannheim NStZ-RR 1996, 147; MünchKomm-StGB/Ambos § 4 Rn. 5; Wolfrum in Graf Vitzthum, Handbuch des Seerechts Kap. 4 Rdn. 36; Hoog, Deutsches Flaggenrecht S. 232 ff.).

   siehe zum Flaggengrundsatz näher: § 10 StPO Rdn. 15 - Flaggengrundsatz
   
   


Strafgesetzbuch - Allgemeiner Teil - 1. Abschnitt (Das Strafgesetz) 1. Titel (Geltungsbereich)
  
 




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